Mittwoch, 15. Oktober 2008

Nach Ölpreisschock kommt nun "Gasalarm" auf uns zu

Niemals zuvor waren die Kostenunterschiede bei den einzelnen Energieträgern so deutlich wie derzeit. Auch mittel- und langfristig sieht es nicht gut aus für die Nutzer von Heizöl und Erdgas.

Seit Herbst 2007 hat sich der Heizölpreis um sage und schreibe 30 Prozent gesteigert. Da Erdgas an die Rohölpreise gekoppelt ist, rechnen Experten auch hier mit einem Anstieg der Kosten für den Endverbraucher von zehn bis 30 Prozent bis Jahresende. Pellets dagegen kosten zehn Prozent weniger als im letzten Herbst und das Scheitholz ist im gleichen Zeitraum auf niedrigem Leven konstant geblieben. Konnte man noch 2007 sagen, dass sich Leute, die mit Holz heizen, übers Jahr etwa die Hälfte der Heizkosten gegenüber Ölkesselbesitzern sparen, so zeigen die Analysen im Juli 2008, dass die Ersparnis bei Kachelofenwärme auf rund zwei Drittel gegenüber den so genannten fossilen Energieträgern hochschnellt.
Der Österreichische Kachelofenverband veröffentlicht seit 2006 zweimal jährlich den jeweils aktuellen Heizkostenvergleich. Im Gegensatz zu manchen anderen Darstellungen werden bei der Studie nicht nur einfach die Kosten der Energieeinheiten gegeneinander aufgerechnet. Auch die Kilowattstunden der jeweiligen Einheit und der Wirkungsgrad werden eingerechnet. Denn erst wenn diese Kenngrößen zusätzlich eingerechnet werden, kann man die Kosten einer bestimmten Energieleistung - sprich: die tatsächlich gelieferte Wärme im Haus - auf den Cent genau angeben. Dabei kommt heraus, dass man sich mit Pellets 62 Prozent der Heizkosten gegenüber einer Ölheizung sparen kann. Beim Scheitholz sin des gar etwas mehr als 68 Prozent. Deshalb stellen immer mehr Haushalte die Heizanlagen auf Pellets um oder schaffen sich einen gemütlichen Kachelofen an.
Den Grund für diese Preisdifferenz kennt jeder Autobesitzer, der zur Tankstelle muss: Das Rohöl wird immer teurer. In Österreich haben wir kein Öl, dafür jedoch reichlich Holz vor der Hütte. Deshalb kann man sich als Kachelofenbesitzer entspannt zurücklehnen. Denn der heimische Energieträger Holz ist günstig wie nie zuvor.
Quelle: Österreichische Bauernzeitung